Episoden

 

<< Hier sind unsere Episoden aufgelistet. Wir hoffen sie gefallen euch, und sind für Kritik oder Lob offen. Verfasst werden sie im Romanstil.>>

 

 

 

#001
//
Unerwartete Begegnung//
Autor
Ren
Date
06.08.2012


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"Denn alles hatte seinen Preis.. Warst du nicht gefügig wurdest du verbannt.. machtest du Fehler, wurdest du gefoltert. Doch ihm, ihm hacken wir die Flügel ab, was für eine dreckige Rasse wir doch sind. So voller Sünde, und doch residieren wir im Himmel. Natürlich, nichts könnte uns zu teuflischen Dämonen machen! Nichts, weil wir rein sind. Gott sagt wir sind rein! Bald bist du nicht mehr da... oh? Spürst du den Schmerz? ich fühle deine Kraft schwinden Engel.. tut es weh? Natürlich tut es das! Und nun, lass dich auffangen vom Tod oder vom Teufel persönlich!" Lautes Gelächter...

Mit lautem Knacken brachen seine schweren Stiefel durch das Dickicht des Waldes. Blutüberströmt schleppt sich der hochgewachsene Mann von Baum zu Baum, ehe ihn das Licht einer Wohnanlage aus seinen tiefen Gedanken reisst. Er schüttelt den Kopf, wischt sich mit einer Hand über das Gesicht, und blickt zu dem Licht auf. Merklich schien seine Kraft zu schwinden, kurz noch erkennt er das erschrockene Gesicht eines Mädchens, mit schönem braunen Haar, dann wird sein Blick schwarz. Höllische Schmerzen, lautes Keuchen, überall Blut. Gelächter, von denen die heilig sein sollen. " Stirb, du wurm! hahaha!"  Ein anderer steht unbeteiligt neben ihm, sein Blick voll Reue. Ahh... wenigstens ein Engel der noch fühlt.. richtig fühlt..! Erleichterung überkommt ihn, und er muss leicht schmunzeln. "Wieso lacht er?!" brüllt der Foltermeister, offenbar irritiert. Wieder Schläge. Er beginnt zu kichern. Kein Schmerz konnte ihm jetzt noch etwas anhaben. Sie mussten ihn bald entlassen. Sein Rücken brannte, doch kein Zucken trat über sein steinhartes Gesicht. Endlich brachte er so viel Verstand auf, um zu sprechen. " Dummer Engel. Du wirst genauso enden! Dafür sorge ich!" spuckte er hervor.

Ruckartig hob er den Kopf, und blickte schweißgebadet neben sich. Ein offenbar junges Menschenkind hockte vor dem Bett, den Kopf in der Decke versteckt, schlafend. Verwundert hob er eine Augenbraue. Er erkannte sie.. er musste ohnmächtig vor ihrem Haus gelegen haben. Kurz erinnerte er sich zurück, an den geschockten Blick, die Augen weit aufgerissen, und die Hände vor den Mund geschlagen. Und ein Schrei. Weiter wusste er nicht mehr. Er schüttelte den Gedanken ab, und blickte auf sich herunter. Überall war er verbunden worden, besonders über die Brust. Er strich sich durch das Haar, wobei bei jeder Bewegung sein Körper ächzte. " Mädchen.." flüsterte er, und klopfte mit einem Finger auf ihren Haarschopf. Als sie nicht sofort reagierte, verstärkte er den Druck auf seinen Finger, und sprach etwas lauter. " Aufwachen, Mädchen!" Plötzlich zuckte die junge Frau vor ihm, rieb sich die Augen, und blickte ihn überrascht an. " Sie...!" Gerade wollte er zum sprechen ansetzen als sie ihm bereits wutentbrannt ins Wort fiel. " Sie dürfen sich doch nicht aufsetzen!" Kreischte sie, sodass ihm beinahe der Kopf zu platzen schien. " Sie waren halbtot als ich sie gefunden habe! Was suchen sie überhaupt um diese Zeit im Wald?! Hat sie ein Tier angefallen?!" Ein Tier..  keine schlechte Überlegung.. so mochte es für einen Menschen wohl ausgesehn haben. " Ihr gesamter Körper war beinahe vollkommen zerfetzt..!" Er schwieg einen Moment, bedeutete sie mit einem Handwink zur Ruhe. " Du hast Recht..  Ich wurde übel zugerichtet und du hast mir geholfen Mädchen.. " etwas trotzig blickte er sie an. " .. Danke.." am liebsten hätte er das Wort ausgekotzt.. so übel war ihm von den Schmerzen. " Wie heißt du?" verlangte er beinahe zu wissen. Sie sah ihn verwundert an. " Mai.. Ich heiße Mai.." besorgt musterte sie ihn, dennoch wirkte das Mädchen müde. Er lehnte sich im Kissen zurück und schloss die Augen. " Ren." Mai sah überrascht aus " Wie bitte..? Lotus?" Er schüttelte langsam den Kopf, die Lieder immernoch geschlossen. " Das ist mein Name. Ren." Sie nickte, und betrachtete ihn aufmerksam. " Wie ist das passiert.. Ren?" Sie wurde neugierig. Natürlich.. Schnell sponn sich in seinem Kopf eine Lügengeschichte zusammen. Wäre er nicht gefallen hätte er einen Menschen niemals belügen dürfen, oder können. Nun fiel es ihm leichter als alles andere. " Ein Paar Gestalten haben mir auf dem Weg von der Arbeit nach Hause nachgestellt und mich ausgeraubt. Sie haben mich verprügelt und dort zurückgelassen." Sehr glaubhaft, er lobte sich selbst dafür. Obwohl er das junge Ding auch einfach töten könnte. Doch sein Instinkt verriet ihm das dies nicht ratsam war, so verhielt er sich erstmal ruhig. Langsam blickte er sich im Zimmer um. Eine recht kleine Wohnung, sie bestand nur aus einem Zimmer, der Küche und einem abgetrennten Bad. Abgesehen von dem Balkon, der recht groß und eine rundliche Form hatte, damit man eine schöne Aussicht auf den Wald hatte, wirkte es als wohnte sie hier alleine. " Wo sind deine Eltern, Mädchen?" wollte er wissen, und sie stutzte einen Moment, beinahe als wäre ihr das Thema etwas unangenehm. " Ich habe keine." Antwortete sie ehrlich, mit einem zögernden Lächeln. Er schielte sie an. Ren kannte diesen Ausdruck besser als jeder andere. Einsamkeit. Verlassen zu sein, und nicht zu wissen wohin. " So,so.." Sie stand auf, und ging zur Kochniesche, um einen mit Folien umwickelten Teller hervorzuholen, auf dem ein paar Reisbällchen platziert waren. " Sie haben doch bestimmt Hunger?" Eigentlich nicht. Ich esse nicht, dachte er bei sich. Dennoch griff er nach einem der Bällchen, und stutzte kurz, als müsse er sich selbst dazu animieren.. oder aber sich ans kauen zu erinnern.. Als er einen bissen davon probiert hatte, blickte er seltsam zu Mai auf. " Das ist sehr gut. " Und das war keine Lüge. Er schien die annehmlichkeiten einer guten Mahlzeit wieder schätzen zu lernen, und pickte immer größere Stücke, um sie dann auf seiner zunge zergehen zu lassen. " Du kannst sehr gut kochen, Mädchen." flüsterte er leise, und keuchte kurz, als habe er sich verschluckt. Mai sah ihn verlegen an, und schien nach Worten zu suchen. Stimmt.. Menschen fanden Gefallene äußerst anziehend. Weshalb sie es ihnen auch sehr leicht machten, sie zu bekehren, oder einfach zu töten, er musste lächeln. Innerlich lachte er hölzern auf. Wahrscheinlich war ihm das kleine Dummchen längst verfallen. Plötzlich stellte Mai den Teller neben ihm ab, und lächelte ihn fröhlich an. " Vielen Dank.. nun.. sie können für heute Nacht erstmal hier bleiben wenn sie wollen.. " Sie schien einige Mühe zu haben sich ordentlich auszudrücken. Sie schien sich offenbar zu zieren. " Kein Problem.. ich.." er zuckte zusammen und hielt sich den Kopf. Er pochte, und schien zu zerbersten. Mai eilte zu ihm, und rubbelte nervös über seine Schulter. " Ren?! Alles in Ordnung? Was ist mit Ihnen?!" Unsicher griff sie zu einem mit Wasser getränkten Tusch, und wischte über seine Stirn. Er konnte sich an nichts erinnern. Er wusste all die Engelsweisheiten, alles... doch er konnte sich sonst an nichts erinnern. Nur das er gefallen war. Was war in den letzten Dekaden passiert? Warum war er Gefallener geworden? Als Mai ihn berührte schien er sich wieder zu beruhigen. Er fasste sich, und trieb sich an, langsam zu atmen. " Alles in Ordnung. Mir wurde nur kurz schwindelig." Er lehnte sich erneut zurück. " Soll ich sie in ein Krankenhaus bringen?" Krankenhaus.. nichts konnte ihn kurieren. Nichts konnte ihm die Erinnerung zurückbringen. Hilflos sah er zu dem Mädchen auf. " Mai.." flüsterte er süßlich. Sie schien zusammenzuzucken, ja ... seinem Bann zu verfallen. " Kann ich eine Weile bei dir bleiben..? Nur, bis es mir besser geht?" Wie in Zeitlupe nickte sie, ohne den Blick aus seinen seltsamen, rötlich braunen Augen zu nehmen. " Natürlich... bis es Ihnen besser geht.."

End of the first Chapter...




  

 

#002
//
...sich kennen...//
Autor
Ren
Date
08.08.2012


http://img59.imageshack.us/img59/5469/episodenpicture2.jpg

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"Kann ich hierbleiben? Solange ich mich besser fühle?" flüsterte er süßlich.

Genau. Das war es gewesen was sie so irritiert hatte. Sie hatte einfach zugestimmt! Ein fremder, viel zu hübscher Mann in ihrer Wohnung, wo sie noch nicht einmal gedatet hatte! Noch dazu... stand er grade unter der Dusche, um das eingetrocknete Blut von seinem Gottgleichen Körper zu waschen. Alle ihre Alarmglocken schrillten, dieser Typ war nicht gut. Aber genau das gefiel ihr an ihm. Sie konnte es sich nicht erklären. Mai schüttelte die sinnlosen Gedanken ab. Schließlich schien er außerhalb ihrer Reichweite. Groß, mysteriös, muskulös, eine Stimme so tief, das man ihr sofort verfallen würde. Sie konnte sich gut vorstellen das ihm ganze Scharen von Weibern um den Hals fielen. Wieder musste sie sich ermahnen. Sie musste aufhören ihn als potentielles Liebesobjekt vorzustellen. Sie wurde wohl langsam immer schräger. Zuerst fing es mit diesen Träumen an, die sie jedoch sofort nach dem aufwachen wieder vergessen hatte. und plötzlich spaziert ein vollkommen zerfetzter Adonis aus dem Wald heraus, und bittet sie um Asyl. Ihr Kopf fing langsam an zu schmerzen, das war wohl zu viel auf einmal.. und trotzdem hatte sie das Gefühl, ihn bereits zu kennen.. Sie stülpte sich die Ofenhandschuhe über, und holte ofenfrische Zimtschnecken vom Blech. Ein kurzer prüfender Blick, und sie wusste, das sie perfekt waren. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen, ehe sie ein leises Rattern hörte, und die Badezimmertür aufging. Das Blech kippte auf den Tresen, und sie schlug die Hände auf die Augen " Ren! Sie sind VOLLKOMMEN nackt!" kreischte sie, und drehte sich aprubt um. " Vollkommen nackt..?" brummte er und schielte auf das Handtuch, welches schön säuberlich um seine Hüfte gewickelt war. " ... alles wichtige ist verdeckt..." Mai schüttelte immernoch wie wild den Kopf, was ihn verwundert dreinblicken ließ. " Sie können doch nicht bei einem Mädchen in der Wohnung so rumlaufen!" murmelte sie laut, und er vermutete, das dies durch die Hände über dem Gesicht zustande gekommen war. Er seufzte. " Mädchen.. ich sag's nur ungern, aber meine Kleidung, abgesehn vom Mantel... ist völlig zerfetzt.." Mai zuckte zusammen. Richtig... wie ungehobelt von ihr! Wie sollte er die Kleidung die sie ihm beim Diskounter besorgt hatte, auch finden, wenn sie sie im gang hatte stehen lassen. " Ahm... im Flur ist ein Sak mit Kleidung... ich hoffe sie passt ihnen.. die können sie tragen..!" Sie hörte ihn langsam aus dem Raum schlurfen, dann das rascheln der Tüte, und dann die Badezimmertür. Dann drehte sie sich wieder um und wartete noch einen Augenblick ehe sie die Hände wieder von ihrem gesicht nahm. Sie seufzte, legte die Handschuhe beiseite, und streifte sich die Schürtze ab. Sie musste noch den Zuckerguss auf die Schnecken machen...

Wenige Zeit später stand Ren wieder im Raum, und trug das mehr oder weniger zusammengewürfelte Zeug aus dem Billigladen. Sie schämte sich beinahe, weil er trotz allem immernoch umwerfend aussah, ihm die Kleidung aber nicht im geringsten Gerecht wurde. Eigentlich stellte man sich diesen Mann in einem Anzug von Prada, oder ähnlichem vor, mit zurückgekämmtem Haar, und einer überteuerten dunklen Sonnebrille. Er jedoch schien zufrieden mit dem gewöhnlichen schwarzen T-shirt, ohne besonderen Aufdruck, und der schwarzen Stoffhose. Die Tätowierung mit den drei Kreuzen war ihr schon aufgefallen, als sie ihn verbunden hatte. Eine Jugendsünde womöglich? Sie kicherte leise, was ihr seine Aufmerksamkeit schenkte. Einen Moment lang fühlte sie eine gewisse Vertrautheit... eine Art Deja vú .. und ihm  schien es nicht anders zu gehen, da er seinen Kopf leicht zur Seite neigte, und seine Lippen vor Verwunderung einen Spalt geöffnet waren. " Ren... sind wir uns schon einmal begegnet?" Seine Augen schienen sich zu weiten, und sein gehirn versuchte wohl zu arbeiten, ehe er sich fest auf die Lippen biss, und sich mit einer Hand den Kopf hielt. " Nein. Daran könnte ich mich erinnern." log er, und versuchte das Pochen in seinem Kopf zu unterdrücken. Natürlich wusste er von nichts mehr. Seit dem abhacken seiner Flügel konnte er sich an nichts mehr erinnern, nur das der Teufel persönlich ihn abgefangen, und rekrutiert hatte. Das war ihm nur Recht gewesen, er wollte alle Engel ausgerottet sehen. Die Schmerzen, und die Qual... ein mancher hielt es keine Stunden, Tage aus.. doch er wurde Jahrhunderte lang gefoltert, für etwas, an das er sich nciht einmal mehr erinnern konnte. Warum er nicht längst dem Wahnsinn verfallen war, wusste nur Gabriel. Der Erzengel der über allen anderen Engeln im Himmel residierte. Oder aber Alex... den er seit Ewigkeiten nicht mehr gesehn hatte. Sein Partner, mit dem er für das Wohl der Menschenseelen gekämpft hatte, der alles von ihm wusste. Wie sehr wünschte er sich, sein alter Freund wäre bei ihm.. Er warf Mai einen Blick zu, und anscheinend schien sie sich Sorgen zu machen. " Ren..? Alles in Ordnung?" Er blickte das Gör vor ihm an. Ob er sie schon einmal gesehn hatte oder nicht.. das konnte er nicht beurteilen.. doch irgendetwas sagte ihm, das er mit dieser Vorstellung nicht so falsch liegen konnte. Egal.. gekannt oder nicht, er würde diesen Menschen nutzen um sich als freundlicher Deviant auszugeben.

Die Devianten waren gefallene die trotz ihres Falls nicht mit Luzifer zusammenarbeiten. Sie sind gute Wesen die weiterhin nur das beste für die Engel und Menschen wollen, und sich mit ihnen verbünden, wenn es zum Krieg kommen würde. Niemand kannte die genaue Anzahl der Devianten, darum war es für ihn ein leichtes, Engel hinters Licht zu führen. Er grinste leicht, ehe in ihm eine böse Idee aufkeimte...

End of the second Chapter...




  

 

#003
//
Alex //
Autor
Ren
Date
10.08.2012

 

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Warum nicht? Warum sollte er das dumme Ding nicht benutzen um sich ihrer Seele zu bemächtigen und noch stärker zu werden? Luzifer würde das sicher freuen.. Ren lächelte sie übertrieben freundlich an. " Mädchen.. wo hast du eigentlich mein Hab und Gut hingelegt?" Mai schien zu überlegen. " Oh!" schreckte sie auf. "..ich hab es in einen Sack geworfen und auf den Balkon geworfen!" Ren sah sie genervt an, und trat sogleich zur Balkontür. Mit einem lockeren Schwung öffnete sie sich, und er reckte den Kopf hinaus, um die Tasche zu sichten. Er war barfuß, trat dennoch auf den kalten Holzboden hinaus und sah bereits, das sein Katana, welches auf der Erde wohl eine etwas kürzere Form angenommen hatte, herausragte. Es wirkte nun wie ein Holzstück, mit edlen Verzierungen zu beiden Seiten. Er seufzte, das Ding war genauso groß wie seine Erinnerung. Als auch Mai ihren Kopf herausreckte, lächelte sie ihn wohlwissend an. " Ren... ich habe ein paar Biscuits gemacht..!" Seine Augen weiteten sich, und für einen Moment, so glaubte sie glänzten seine Augen. Mittlerweile war er schon einige Tage hier, und sie hatte seine auffällige Liebe zu Süßspeisen bereits bemerkt. Er versuchte es natürlich gekonnt zu überspielen, doch er schien immer ein kleines Verhältnis mit Schaumrollen und Zimtschnecken aufzubauen. Und sie hörte immer ein leises seufzen, wenn er in das noch heiße Gebäck biss. Gerade wollte er wieder eintreten, als er herumwirbelte, und es einen lauten Aufklatsch gab. Mai zuckte zusammen und kniff die Augen zusammen. Als sie sie wieder öffnete bemerkte sie, das Ren einen ernsten Blick aufgesetzt hatte, und eine weitere Person. Ren hielt eine Bibel in der Hand, offenbar war sie ihm zugeworfen worden. Doch von wo?! Und wie war diese Person auf den Balkon gekommen?! Sie schrie laut auf, doch noch bevor ein Laut aus ihrem Mund kommen konnte, lag die hand des Fremden auf ihr. " Still!" murmelte er, und drängte sie in die Wohnung. Seine Stimme klang sehr jung, vielleicht ihr Alter, dachte sie verwirrt, doch seine Stärke war unverkennbar. Auch sein äußeres wirkte wie ein junger, sehr femininer Mann. Aber doch von außergewöhnlicher Schönheit. " Alex." knurrte Ren, und sofort stieß er die Hand des Fremden von Mais Mund fort, und drehte ihm diese auf den Rücken. Der Blonde fiel rücklings zu Boden, was nur bedeuten konnte das er eine unglaubliche Kraft angewandt haben musste. " Ren ich..!" wollte sich 'Alex? ' verteidigen, doch dieser ließ ihm keine Chance, und drückte nun seinen Hals zu. " Was willst ausgerechnet DU hier?!" knurrte er, und seine Augen schienen Feuer zu speihen. Der Blonde hatte offensichtlich Probleme zu Wort zu kommen, presste dennoch einige Wörter aus seinen zusammengebissenen Zähnen hervor. " Ich... will dir nur helfen... Bitte, lass uns reden...Gabriel  hat mich geschickt...!" Sofort schwand Rens griff um Alexs Kehle, und dieser hustete heftig. " Was will Gabriel von mir?!" fauchte er, doch Mai verstand nur Bahnhof. Sie erwachte aus ihrer Starre, und fiel beiden ins Wort. " Ren, wer ist dieser Fremde?! Und wie kommt er hier rein?!" Alex starrte sie ungläubig an. Doch nicht so, als hielte er sie für verrückt.. nein... es wirkte als könne er SEINEN Augen nicht trauen. " Du bist... was machst du bei IHR?!" brüllte er plötzlich so schrill, das Mai sich ihre Ohren zuhalten musste. Doch noch im selben Moment schlug er eine Hand vor seinen Mund, als er Rens verwirrten Blick gesehn hatte. " Ich meine... was hast du vor?! Was willst du diesem... diesem Menschen antun? Gabriel hat mich auf dich angesetzt, da du offiziell ein Deviant bist..?" was mehr Frage als Feststellung war. Ren nickte bedächtig, und drückte dem inzwischen aufgestandenen Jüngling seine Bibel in die Hand. " Genau. Ich bin ein Deviant. Darum verstehe ich auch nicht was du hier zu suchen hast. Ich mache nichts verbotenes." Lüge. Natürlich log er wieder. Aber Alex war so dermaßen naiv, er würde jede Geschichte seines alten Partners fressen. " Ich verstehe.. dann verstehe ich aber nicht wieso gerade ich auf dich..." er verstummte, und musterte nun Mai, und alles was sie erkennen konnte war Abscheu. Ren ignorierte seinen Blick und drehte sich zu ihr um, und legte ihr eine Hand auf die Schultern. " Das ist Alexander. Er war früher mein Partner. Alex, das ist Mai... sie ... hat mich gefunden." Mai nickte nur kurz, doch sie runzelte die Stirn. " Das.. erklärt aber immernoch nicht wie er hier hergekommen ist..." Alex und Ren tauschten vielsagende Blicke aus, ehe der Blonde nur knapp antwortete. " Ich bin geflogen."

End of the third Chapter...




  

 

 

#004
//
..geplant? //
Autor
Ren
Date
23.08.2012

 

http://img232.imageshack.us/img232/7392/episodenpicture.jpg

 

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 "Denn für mich ist es immer noch ein Traum.. niemals hätte ich zu hoffen gewagt, das du ebenso fühlst.. R...!" Mai schreckte hoch. Vollkommen durchnässt, ihre Augen vor Schreck geweitet. Was war das? Seid dieser fremde , Alex, aufgetaucht war waren nun schon 2 Tage vergangen, und obwohl Ren mit ihm mitgegangen war, nachdem er ihn regelrecht dazu bedrängt hatte fing es mit diesen schrecklichen Träumen an. Nicht, das sie sich nach dem aufwachen daran erinnern konnte, doch sie brach jedes Mal vor Kummer in Tränen aus. Sie strich sich geraufte Haar aus dem Gesicht. Sie musste schrecklich aussehen. Sie warf einen kurzen Blick aus dem Fesnter, und bemerkte das die Nacht bereits wieder verflogen war und dennoch war ihr als hätte sie keine Stunde geschlafen. Erschöpft erhob sie sich aus dem Federbett, und schritt langsam über die angenehm kühlen Fliesen in Richtung Badezimmer. Sie drehte den Wasserhahn auf, um sich kaltes Wasser ins Gesicht zu werfen. Es half nichts.. sie würde wohl kalt Duschen müssen. Prüfend warf sie einen Blick in den Spiegel. Ihre Haare standen in alle Richtungen ab, und sie hatte Augenringe, die sie nach 2 Tagen nicht haben sollte. Zudem wirkten ihre Augen gerötet, als hätte sie über ein gebrochenes Herz einen über den Durst getrunken. Ihre Haut war ohne Makel, und doch relativ blass. " Das ist doch zum kotzen..." Wie sollte sie so in die Arbeit gehen? Man konnte meinen sie wäre über Nacht eingebuddelt worden und hätte sich selbst aus ihrem Grab befreit. Schnell warf sie ein Handtuch über die Kabine, die Kleidung ließ sie ungeachtet zu Boden fallen, und stieg hinein. Das lauwarme Wasser schien ihre Muskeln zu lösen, und ließ sie erschöpft seufzen. Etwas Kosmetik sollte ihr Aussehen wohl zurechtrücken können, die Haare zu einem Pferdeschwanz binden und es würde nicht mehr ganz so schräg aussehn.. Abgesehen von diesem Thema schien sie jedoch noch etwas zu interessieren. Zu viele Informationen über Ren und Alex waren auf sie eingeschwabbt, das sie diese Minuten der Entspannung dafür benutzte alles auf sich wirken zu lassen. Alex hatte gemeint er könne Fliegen. Nun.. offensichtlich musste er geflogen sein, sonst wäre er wohl niemals in den dritten Stock gekommen.. Und diese Bibel? Offenbar war er eine Art Priester? ein überaus junger priester.. Und dann war noch sein Verhältniss zu Ren. Überaus besorgt, als wären sie sehr sehr gute Freunde. Umso mehr verstand sie seine Abneigung gegen sie nciht. Sie hatte seinen Freund gerettet, und doch wirkte er so als könne er sie überhaupt nicht ausstehen. Und dann erlaubt er sich noch sie zu Fragen wa sie in ihrer eigenen Wohnung zu suchen hat! Er sollte froh sein das sie nicht sofort die Polizei verständigt hatte! Sie nickte überzeugt, und ihr Kampfgeist schien zurückzukehren. Jetzt hatte sie keine Zeit mehr um über Kerle nachzudenken, die Arbeit rief!

Ren hatte  es sich auf einem breiten Runden Couchstuhl gemütlich gemacht, die Beine übereinandergeschlagen und wirkte äußerst unzufrieden. Warum herumreden? Er war unzufrieden! Alex saß wie ein geschlagener Hund vor ihm auf der Beigen Couch, beinahe wie ein Schüler der Rügge von seinem Lehrer erwartete. Die Hände auf die Knie gelegt, den Kopf gesenkt. Ren wippte nun unruhig mit dem Bein auf und ab " ... mach endlich deinen Mund auf! Was sollte dieser Aufstand?!" fauchte er, was den Blonden dazu brachte zusammenzuzucken. " Ren... " begann er zögernd, hatte jedoch den Kopf immernoch gesenkt. " ..tut mir Leid... aber du bist jetzt ein Gefallener.. und.. naja... du hast bei den Menschen eigentlich nichts zu suchen..." murmelte er, und nur Ren war es dank seines erstaunlichen Gehörs möglich ihn zu verstehen. " Ich bin ein Deviant , Alex. Und warum ich mich wo aufhalte geht Gabriel überhaupt nichts an!" Plötzlich hob der kleinere den Kopf und sah ihn ernst an. " Ich verstehe das du sauer bist, weil du dich an nichts erinnern kannst.. aber du weißt das es die Vorschrift ist, und ein Gefallener eigentlich sofort ausradiert gehört!" Ren konnte in der zitternden Stimme des Jungen hören das er dazu ohnehin niemals in der Lage sein würde irgendjemanden zu töten. " Wir wissen beide das du das nicht kannst, mein Freund. Und ich bin offizieller Deviant, auch wenn ich Dante bisher noch nicht begegnet bin, möchte ich alles tun um in den Himmel zurückkehren zu dürfen" seine Miene wirkte plötzlich traurig. " Ich möchte wissen was ich getan habe um so bestraft zu werden.. du kannst dich an das Feuer erinnern? Die Folter..? Du warst dabei.. Unwillkürlich zuckte Alex wieder in sich zusammen. " ... ja" krächzte er, und man erkannte das er mit allen Mitteln versuchte sich nicht daran zu erinnern. " Wie dem auch sei... ich werde bei dem Menschen bleiben. Ob du willst oder nicht. Und das kannst du auch gerne Gabriel ausrichten!" Ren stand nun langsam auf, und schritt nun langsam auf die Tür zu. " Ren.. versteh' bitte... ich kann das nicht zulassen.. Sie ist ein Mensch.." er schüttelte kurz den Kopf und erhob sich " Dann muss ich dich begleiten. Als Engel ist mir die Aufgabe zuteil geworden mich um Gefallene zu kümmern, und Menschen zu schützen." sprach er ernst, und Ren erkannte, das es keinen Sinn hatte zu diskutieren. " Wie du meinst." er schritt aus der Tür, und ein breites Grinsen legte sich über seine Lippen.

End of the fourth Chapter...




  

 

 



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